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Selbstständig lernen: Gelingensvoraussetzungen

 

Schülern etwas zutrauen! Schüler fordern!


Auch für den Erfolg des selbstständigen Lernens gilt das „Gesetz“ der „self fulfilling prophecy“, der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“. Je mehr ich Schülern zutraue, sich selbstständig organisieren und erfolgreich selbstständig lernen zu können, um so eher wird genau das geschehen – und umgekehrt! Die Anwendung dieses „Gesetzes“ bedeutet nicht, naiv darauf zu vertrauen, dass alle Schüler schon gewissermaßen von selbst konstruktiv selbstständig lernen. Jugendliche ganz besonders in der Pubertät, brauchen Regeln, Grenzen, Anregungen und Konsequenzen.

Schülern etwas zutrauen bedeutet, sie zu fordern, ihnen nicht das Denken und die Anstrengung abzunehmen, ihnen nicht alles kleinschrittigst zu erklären (und damit unbewusst zu signalisieren, dass man ihnen gar nichts zutraut) und auch nicht jede Frage sofort zu beantworten.


Beispiele geben!


Meistens wird im Unterricht einfach nur angesagt: „Ihr sollt zusammen arbeiten!“ „Ihr sollt den Text bearbeiten!“ usw. Wie genau das geht, zum Beispiel gut zusammen zu arbeiten oder selbstständig einen Text zu erarbeiten, wird in der Regel nicht verraten. Man darf sich dann nicht wundern, wenn das selbstständige Lernen nicht funktioniert. Es wäre fatal, dafür einfach den Schülern die Schuld zu geben: „Meine Schüler können einfach nicht selbstständig lernen!“


Man sollte die Fragen des „Wie“ deshalb ausführlich anhand von konkreten Beispielen besprechen. Beispiele sollen anregen, sie sind keine Vorschriften. Schüler müssen unter Umständen darauf hingewiesen werden, dass es nicht darum geht, ein Beispiel quasi eins zu eins nachzumachen.


Sehr hilfreich kann es sein, bestimmte Arbeitsweisen konkret vorzumachen, das heißt beispielsweise im Rollenspiel mit sich selbst (also abwechselnd in unterschiedliche Rollen schlüpfen) vorzuspielen, wie (zum Beispiel) gute Zusammenarbeit funktioniert.


Regeln!


Funktionierende, klare Regeln sind das Rückgrat jeder Form guten Unterrichts. Das gilt genau so für die Phasen des Unterrichts, in denen die Schüler selbstständig lernen. Diese Regeln sind für die selbstständige Arbeit besonders wichtig:


  1. 1.Weil viele gleichzeitig sprechen, muss jeder leise sprechen!

  2. 2.Wenn wir zusammen arbeiten, beachten wir die Regeln für gute Zusammenarbeit.

  3. 3.Fragen werden ohne Lehrer allein oder am Tisch geklärt.

  4. 4.Arbeitsmaterialien und Medien werden pfleglich behandelt und so zurück gegeben, wie wir sie erhalten haben.

  5. 5.Am Computer wird nur bearbeitet und recherchiert, was direkt zum Arbeitsauftrag gehört.

  6. 6.Chat, Mail, SMS oder das Aufrufen von nicht arbeitsbezogenen Webseiten sind nicht erlaubt.

Die Regeln müssen mit den Schülern ausführlich besprochen werden. Das heißt, sie werden begründet und an Beispielen erläutert. Das gilt gleichermaßen für die Regeln für gute Zusammenarbeit. Die Schüler sollten die Möglichkeit haben, Regeln auch zu modifizieren und mit zu gestalten. Es muss darauf geachtet werden, die Anzahl der Regeln zu beschränken, fünf bis sechs Regeln sind genug. Regeln sollten nach Möglichkeit positiv und konstruktiv formuliert sein, indem sie benennen, welches Verhalten erwartet wird. Verbote sollten wenn möglich vermieden werden


Es kann hilfreich sein, die gemeinsamen Regeln von allen unterschreiben zu lassen. In jedem Falle sollte ein Plakat mit den Regeln gut sichtbar (große Schrift) im Klassenraum aushängen.


Die Einhaltung der Regeln muss regelmäßig überprüft werden. Die Nichteinhaltung von Regeln hat Konsequenzen. Es sollte bereits im Vorfeld geklärt sein, welche Folgen die Nichteinhaltung von Regeln hat. Jeder Schüler muss wissen, welche Konsequenzen ihn erwarten, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Gleichzeitig braucht es auf Seiten des Lehrers Fingerspitzengefühl, wann es im Interesse konstruktiver Arbeit auch einmal sinnvoll sein kann, „Fünfe gerade“ sein zu lassen. Eine aktive, konstruktive Arbeit in einer Gruppe, bei der es vielleicht einmal zu laut wird, muss nicht gleich mit Konsequenzen geahndet werden.


Sinnvolle Konsequenzen sind vor allem „logische“ oder „natürliche“ Folgen (Rudolf Dreykurs), zum Beispiel: Der Lehrer gibt (auch wenn es schwerfällt!) keine Antwort auf Fragen der Schüler, Computerverbot oder der sofortige Ersatz von beschädigten Arbeitsmaterialien.


Gut zusammen arbeiten heißt:


  1. 1.sich aktiv an der Arbeit und am Arbeitsergebnis beteiligen:

  2. 2.seine Meinung äußern

  3. 3.Ideen beisteuern

  4. 4.Vorschläge machen

  5. 5.Wissen einbringen

  6. 6.Fakten recherchieren

  7. 7.sich gegenseitig zeigen, was man allein gearbeitet oder vorbereitet hat

  8. 8.sich gegenseitig helfen, Fehler zu finden und zu verbessern

  9. 9.sich gegenseitig helfen, einen Text, eine Aufgabe oder Erklärung zu verstehen

  10. 10.sich nicht in den Vordergrund spielen, den anderen die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu äußern und sich gleichberechtigt zu beteiligen

  11. 11.einander gut zuhören

  12. 12.Kompromissbereit sein und Kompromisse schließen

Feedback!


Regelmäßiges Feedback ist ein wichtiges Instrument zur Qualitätsentwicklung und -verbesserung des Unterrichts, in dem die Schüler häufig selbstständig arbeiten. Wenn über die Ergebnisse der verschiedenen Feedbacks gemeinsam gesprochen wird, erhält der Lehrer oder die Lehrerin wichtige Hinweise zur Verbesserung des Unterrichts.


Zum Beispiel:


  1. 1.Ich habe in diesem Unterricht etwas Neues gelernt, nämlich ...

  2. 2.Ich habe in diesem Unterricht etwas für mich Wichtiges gelernt, nämlich ...

  3. 3.Ich habe in diesem Unterricht wenig oder nichts für mich Wichtiges gelernt. Das liegt wahrscheinlich daran ...

Klassenräume gestalten!


Vorab: Auch in ganz normalen, traditionellen, schlecht ausgestatte- ten, zu kleinen Klassenräumen können Schüler selbstständig lernen! Zu häufig müssen die unzureichenden räumlichen Bedingungen als Entschuldigung für traditionellen frontalen Belehrungsunterricht herhalten. Selbst in voll gestellten Klassenräumen lassen sich mit ein wenig Fantasie und mit klaren Regeln Zusammenarbeit und selbst- ständige Lernformen realisieren!

Selbstverständlich fördert ein schön gestalteter und gut ausgestatteter Klassenraum das Lernen. Die ästhetisch ansprechende Gestaltung (Wandfarbe, Bilder, Blumen, möglichst Teppichboden, schönes Mobiliar) befördern das Lernen, weil man sich in derart gestalteten Räumen gerne aufhält. Und dort, wo ich gerne bin, kann ich besonders gut lernen. Das wurde gerade erst wieder durch die Forschungsergebnisse der Neurobiologie eindrucksvoll bestätigt. Zweitens vermitteln solch bewusst schön gestaltete Räume den Lernenden unbewusst das Ge- fühl, dass das Lernen hier wirklich wichtig genommen wird, sonst hätte man sich mit dem Raum ja nicht so eine Mühe gegeben.


Zudem ist ein solches „Lernatelier“ (Peter Fratton, www.sbw.edu) funktional ausgestattet: mit möglichst flexiblem Mobiliar, das schnell umgestellt werden kann für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit und Formen des gemeinsamen Austausches (Stuhl- bzw. Sitzkreis), mit Präsentationsmaterial und Stellwänden und natürlich mit Material für die selbstständige Recherche (Wörterbücher, Lexika, Computer, Internet).


Sitzordnung


Im Prinzip funktioniert individualisierter Unterricht mit hohen Anteilen selbstständigen Lernens mit jeder Sitzordnung. Selbst die traditionelle „frontale“ Sitzordnung mit nach vorne ausgerichteten Bank- reihen kann gut funktionieren, wenn man mit den Schülern die schnelle Veränderung dieser Aufstellung übt. So müssen sich beispielsweise nur bestimmte, vorher festgelegte Schüler umdrehen und an den Tisch in der Reihe hinter sich setzen, schon kann die Gruppenarbeit beginnen. Für die sehr effiziente Kooperation zu zweit, also mit einem Banknachbarn, muss gar nichts geändert wer- den. Und für den gemeinsamen Austausch, zum Beispiel für Präsentationen und Gespräche über Arbeitsergebnisse lässt sich selbst bei extrem frontaler Sitzordnung schnell ein Kreis bilden (wer spricht schon gerne mit einem Rücken?!): Die Schüler in der vordersten Reihe setzen sich einfach auf die andere Seite ihres Tisches (oder auf den Tisch) und schauen dann nach „hinten“, die Schüler in den mittleren Reihen setzen sich schnell an die Seiten.


Wie gesagt, auch das geht. Aber wirklich sinnvoll ist so eine frontale Sitzordnung natürlich nicht. Sie ist auch eine hervorragende Methode, jeden, wirklich jeden Klassenraum zu klein werden zu lassen, weil er einfach voll gestellt ist. Besser geeignet sind in der Regel Gruppentische, die an die Wand gestellt werden, sodass in der Mitte des Raumes ein freier Platz entsteht, der zum Beispiel genutzt wer- den kann, um dort schnell einen Stuhlkreis für gemeinsame Gespräche zu bilden.


Ausstattung mit Medien


Es ist ein Irrtum zu glauben, selbstständiges Lernen würde nur in erstklassig (u.a. mit Medien) ausgestatteten Räumen funktionieren.


Auch in Klassenräumen, in denen die gute alte Wandtafel das einzige Medium ist, können Schüler selbstständig lernen! Natürlich ist eine gute Medienausstattung hilfreich. Insbesondere die Arbeit mit Computer und Internet ist für das selbstständige Lernen außerordentlich sinnvoll. Einer guten Ausstattung mit (digitalen) Medien sollte deshalb ein besonderes Augenmerk gelten. Gerade hinsichtlich der Ausstattung mit Computern und Internetanschlüssen gibt es nach wie vor beachtliche Fördermöglichkeiten, sowohl von Kultusbehörden als auch von privaten Sponsoren oder Stiftungen. Vielfach werden die vorhandenen Fördermöglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft. Natürlich sind bei der medialen Ausstattung Pragmatismus und Fantasie gefragt. Denkbar (und erfolgreich umgesetzt) sind zum Beispiel:


Die „große Lösung“: Persönliche Notebooks für jeden Schüler einer Klasse oder sogar einer Schule mit Internetanschluss über WLAN in der ganzen Schule.


Die „ganz kleine“ Lösung: Einen Computer für jeweils 2 Schüler im „Computerraum“ der Schule. Um vernünftig selbstständig recherchieren zu können, ist ein schneller Internetzugang auch bei der „ganz kleinen“ Lösung unerlässlich. Mithilfe von persönlichen „USB- Sticks“, die hohe Speicherkapazität für sehr wenig Geld bieten, ist es heutzutage sehr einfach, dass Schüler auch an gemeinsam genutzten Computern in individuellen Lernumgebungen arbeiten können und Ergebnisse für sich persönlich speichern und anderen zur Kooperation zu Verfügung stellen.


Zwischen der großen und der ganz kleinen Lösung gibt es vielfältige Varianten, das selbstständige Lernen mithilfe von Computer und Internet in der Klasse und in der Schule zu ermöglichen.


Computer- und Internet-Know-How


Weil die Arbeit mit Computer und Internet so bedeutsam für das selbstständige Lernen ist, braucht es nicht nur eine gute „IT“-Ausstattung. Schüler und Lehrer müssen auch über das nötige Know- How verfügen, um mit diesen Medien effizient arbeiten zu können. Die Lehrkräfte sollten sich dabei nicht nur auf die „Computerfreaks“ unter ihren Schülern verlassen, sondern sollten selbst über eine solide Grundbildung in Sachen „Neue Medien“ verfügen und auch selbst in der Lage sein, ihren Schülern mit Tipps und Tricks z.B. bei der Recherche oder der Vorbereitung von Präsentationen zu helfen. Dass Lehrer selbst gut Bescheid wissen, ist unter anderem auch des- halb wichtig, damit sie sich nicht beispielsweise bei der Nutzung des Internets von ihren Schülern „austricksen“ lassen.


Statt in „Computerkursen“ können die Schüler beim selbstständigen Lernen quasi „on the job“ für den Computer fit gemacht werden. Die inhaltliche Vorbereitung einer Präsentation unter Verwendung von „Powerpoint“ ist didaktisch sinnvoller und effektiver als ein „Powerpoint-Kurs“!


Kooperation fördern!


Kooperative Kompetenz, also die Fähigkeit, effizient und konstruk- tiv in Teams arbeiten zu können, gehört heute zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen, die im Berufsleben eine immer größere Rolle spielen. Wenn man durch entsprechende Unterrichtsorganisation und -angebote bereits Schüler darauf vorbereitet, schlägt man demnach zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Schüler sind einerseits besser auf die Zeit nach der Schule vorbereitet und der Unterricht wird durch die Kooperation der Schüler besser, Schüler sind aktiver und lernen dadurch motivierter und besser.

Unterschiede als Chance!


Das Hauptproblem des traditionellen Unterrichts besteht darin, dass in ihm alle Schüler einer Lerngruppe über einen Kamm geschoren werden: Alle müssen zur gleichen Zeit das Gleiche lernen und tun, trotz zum Teil extrem ausgeprägter Unterschiede hinsichtlich der individuellen Lernvoraussetzungen, Kompetenzen und Interessen. „Im Gleichschritt, marsch!“, heißt die Devise. Im Interesse der „Abprüfbarkeit“ des Wissens „müssen“ angeblich Unterschiede nivelliert werden. Zu Lasten der „Überflieger“ genau so wie zu Lasten der „Schwachen“ und langsameren Lerner und zu Lasten derjenigen, die vielleicht gerade in dem einen Fach über besondere Stärken oder Defizite verfügen.


Formen des selbstständigen Lernens ermöglichen individualisierten Unterricht, in dem der einzelne Lerner stärker zu seinem Recht kommt. Zugleich bietet die nunmehr akzeptierte Unterschiedlichkeit der Schüler und ihrer Lernvoraussetzungen große Chancen. Das Lernen mit und von einander fördert die „Starken“ genau so wie die „Schwachen“. Auch leistungsstarke Schüler können von langsamen Lernern profitieren, nicht nur, indem sie selbst helfen und erklären, sondern auch indem sie ihren eigenen Horizont durch andere Sicht- weisen, Fragen und Kompetenzen erweitern. Gruppenarbeit kann nicht mehr in der Weise ablaufen, dass die „guten“ Schüler die Arbeit erledigen und die anderen „schmarotzen“. Vielmehr wird die Qualität der Arbeit gesteigert, weil sehr unterschiedliche Kompetenzen zusammen gekommen sind und die Grundlage für ein besseres und differenzierteres Arbeitsergebnis gelegt wurde.


Inhalt vor Methode! Aha- Erlebnisse ermöglichen!


Auch wenn es hier um Methoden des selbstständigen Lernens geht, darf die Lehrkraft nie vergessen, dass Methoden (des Lehrens genau so wie Methoden des Lernens) immer nur Mittel zum Zweck sind, um besseres Lernen von Inhalten und Kompe- tenzen zu ermöglichen! Gerade wenn es um neue Methoden geht, gerät dieser Aspekt zuweilen ein wenig in Vergessenheit, zumindest besteht die Gefahr, dass es nun vor allem um das „Wie“ geht.


Der Mittelpunkt jeden Unterrichts bleibt aber das „Was“! Und es bleibt die Aufgabe der Lehrkraft, den Schülern substantiellen Lernzugewinn zu ermöglichen. Und das geschieht wie in jedem guten Unterricht durch Themen und Fragestellungen, die für die Schüler und ihr Leben bedeutsam sind und die eigenes Nachdenken und eine eigene Fragehaltung auslösen. Das „Zauberwort“ für inhaltlich ertragreiches Lernen ist das „Aha-Erlebnis“. Und die wichtigste Frage der Planung von Unterricht, egal in welcher Weise er gestaltet wird, lautet: Was sind potenzielle „Aha-Erlebnisse“ für meine Schüler?


Die Verantwortung für das Lernen teilen!


Traditioneller Unterricht bedeutete implizit immer, den Schülern letztlich nicht die Verantwortung für ihr Lernen zu geben. Im „eigenverantwortlichen Unterricht“ sollen die Schüler nun die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Das heißt aber nicht, dass der Lehrer oder die Lehrerin nun keine Verantwortung hat. Die Lehr- kraft trägt die Verantwortung für lernförderliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise eine konstruktive Lernatmosphäre, wirksame Regeln oder das Bereitstellen geeigneter Arbeitsmaterialien etc. sowie dafür, den konstruktiven Austausch über Gelerntes zu ermöglichen. Sie ist auch weiterhin dafür zuständig, Schüler zu faszinieren, Probleme und Fragen entstehen zu lassen, die lohnend sind, von Schülern beantwortet, gelöst, bearbeitet zu werden, sie ist eben dafür zuständig „potenzielle Aha-Erlebnisse“ zu ermöglichen!


Selbstständig und gemeinsam lernen!


Guter Unterricht ist immer ein Mix aus gemeinsamen, von der Lehrkraft gelenkten Unterrichtsformen (zum Beispiel Lehrerinstruktion, Austausch in Unterrichtsgesprächen, Präsentationen) und selbstständigen und kooperativen Lernformen.


„Individualisierter Unterricht“ heißt nicht (ausschließlich oder überwiegend) individuelles Lernen. Nachhaltiges und erfolgreiches Lernen erfolgt auch im individualisierten Unterricht wesentlich im Diskurs mit anderen und im Lernen von einander.


Die Lehrkraft: „Chef“ und Lernbegleiter


Auch im individualisierten Unterricht lernen Schüler nicht ausschließlich intrinsisch motiviert und völlig selbst gesteuert. Es bedarf auch hier der klugen Steuerung und erzieherischen Intervention durch die Lehrkraft.


aus:
Thomas Unruh: Mein Methoden-Portfolio - Selbstständig lernen (Lehrerheft);

AOL-Verlag 2008.